Die langhaarige Ruslana, die sich selbst eine Amazone nennt und erstmals in den neunziger Jahren in ihrem Heimatland Ukraine Berühmtheit erlangte, wurde einem internationalen Publikum 2004 bekannt, als sie den Eurovision Song Contest 2004 mit ihrem Song Wild Dances gewann, der von den musikalischen Traditionen des Volkes der Huzulen in den ukrainischen Karpaten inspiriert war.
Ruslana entschloss sich, in den folgenden fünf Jahren ihren Namen und ihre gesellschaftliche Position dazu zu nutzen, als Sprecherin in einer Reihe wichtiger Fragen aufzutreten, darunter Menschenhandel, erneuerbare Energien, ja sogar die grundlegenden demokratischen Prinzipien, für die sie öffentlich in der orangen Revolution in der Ukraine eintrat und für die sie später auch im Parlament saß.
	
Gegenwärtig befindet sie sich auf einer internationalen PR-Tour, um ihr Album Wild Energy zu vermarkten, ein Projekt, das einem Science-Fiction-Roman entsprang, der ihre Hoffnungen auf eine neuere, bessere, freiere Lebensweise für jeden Erdenbürger symbolisiert. Sie nahm sich Zeit für die Fragen von Wikinews-Reporter Mike Halterman über ihre Musikkarriere wie über andere Unternehmungen.
	
Dieses Interview ist der fünfte Teil einer Serie von Interviews mit früheren Eurovision-Teilnehmern, die bis zum diesjährigen Wettbewerb Mitte Mai in Moskau von Zeit zu Zeit an dieser Stelle erscheinen werden. Es ist das zweite Interview, das bis jetzt ins Deutsche übertragen wurde.